Kapuzinerkresse: Heilpflanze des Jahres 2013

Kapuzinerkresse

Natürliche Antibiotika aus Kapuzinerkresse und Meerrettich sind bei einfachen bakteriellen Atemwegsinfektionen genauso wirksam wie synthetische Mittel – mit erheblich weniger Nebenwirkungen! Das bekannteste Mittel ist Angocin.

Senföle wirken sich hemmend auf das Wachstum von Bakterien, Viren und Pilzen aus. Die Kapuzinerkresse enthält vor allem Benzylsenföl, Durch ihren schleimlösenden und antibakteriellen Effekt wirkt sich Kapuzinerkresse hilfreich bei der Behandlung von Infekten der oberen Atemwege oder Nasennebenhöhlenentzündungen aus. Aber auch bei bakteriellen Infekten der Harnwege kann Kapuzinerkresse eingesetzt werden. Weiterhin stärkt die hohe Vitamin C-Konzentration in dieser Pflanze die Abwehrkräfte. Bei Prellungen kann Kapuzinerkresse äußerlich zur Förderung der Durchblutung angewendet werden.

Als Essig: Man kann die Blüten mit Apfelessig übergiessen und 3 Wochen im Dunkeln ziehen lassen (ev. Honig zufügen). Täglich einmal schütteln, damit die Blüten sich mit Essig voll saugen, sich die Stoffe auch herauslösen und keine Blütenteile in der Luft bleiben, wo sie schimmeln könnten.

Im Frühjahr und Herbst kann man eine immunstärkende Kur damit durchführen – täglich einen Esslöffel davon in einem Glas Wasser trinken. Das kurbelt den Stoffwechsel an, reinigt den Darm, fördert die Durchblutung, beugt Blasenentzündungen vor und schützt vor Erkältungen. Bei Halsweh kann man den Kapuzinerkresse-Essig zum Gurgeln verwenden, dafür einen Teelöffel in ein halbes Glas warmes Wasser rühren. Essigwickel oder Essigwaschungen helfen, Verspannungen von Muskeln zu lockern und Prellungen schneller abheilen zu lassen.

Obendrein sorgt der Essig für schöne Haare, wenn man ihn zum Spülen nach dem Waschen benutzt. Man mischt ihn halbe-halbe mit Wasser und lässt diese Mischung langsam durch die Haare rinnen.

Die Kapuzinerkresse wirkt frisch am besten. Deshalb empfiehlt es sich, mit ihr vor allem den Speiseplan zu bereichern.

Kapuzinerkresse kann mit in den Salat, sowohl die Blätter als auch die Blüten. Hervorragend schmecken die Blätter auch mit Frischkäse und Eiergerichten.

Blütenbutter

250 g weiche Bio-Butter
2 Hand voll ausgezupfte Blütenblätter und Blätter der Kapuzinerkresse sehr fein geschnitten
angereichert mit fein geschnittenen Basilikum- und Majoranblättern
Salz, Pfeffer aus der Mühle, wenig Saft und Schale einer frischen Bio-Zitrone
Die sehr weiche Butter mit den andern Zutaten gut vermischen. Die fertig gewürzte Butter auf den restlichen, ausgezupften Blütenblättern auf einem Pergamentpapier aufrollen und im Kühlschrank fest werden lassen. Die so hergestellte Butter lässt sich im Kühlschrank 1-2 Wochen oder 3 Monate im Tiefkühlschrank aufbewahren. In feine dünne Scheiben geschnitten, schmeckt sie herrlich zu grilliertem Fisch, Pellkartoffeln, zum Andämpfen von Gemüse, oder aufs Toastbrot.

 

Anbau

Kapuzinerkresse ist anspruchslos und wächst auch an schattigen Stellen. Man pflanzt sie auch gerne unter Obstbäume. Dort zieht sie die Läuse an und das soll sie auch. Verlauste Ranken kommen dann einfach auf den Kompost. Sie sät sich selbst wieder aus. Kann zu Tomaten zur Wachstumsförderung gesät werden. Düngen sollte man die Kapuzinerkresse nicht zusätzlich, denn dann wird sie blühfaul.

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