Über anne-marie

Gartenfreak, 1. Vorsitzende Luisengärten

Herzlich Willkommen Neupächter

unsere Kolonie hat gefiederten Zuwachs bekommen.

Zwei Pächter konnten Schleiereulen beobachten, es scheint sich ein Paar der unter Naturschutz befindlichen Tiere bei uns anzusiedeln.

Angesichts der vielen Mäuse, sehr willkommene Pächter würde ich sagen.

Nicht nur für die Neuen – auch für alle anderen Tiere:

Bitte verzichtet auf alle Gifte im Garten.

Auch Mäuse und Rattengift. Gleichgültig was auf der Verpackung steht – Gifte sind immer ein unkontrollierbarer Eingriff in die Natur. Wer unbedingt Mäuse töten möchte – bitte verwendet mechanische Fallen.

Anbei eine mögliche Familienaufnahme, wollen wir alle mal hoffen,

dass unsere Neuen sich hier wohlfühlen und Zuwachs bekommen.

Anne-Marie

 

 

Igel im Herbst

20160920_181302-2Traurig aber wahr, die Saison neigt sich dem Ende zu.
Fallen die Temperaturen, wird es für die Igel Zeit sich ein Winterquartier zu suchen.
Wir können eine Menge tun, um diese nützlichen Tiere zu unterstützen.

  1. Igel haben einen anderen Begriff von “Grenzen” als wir. Den eigenen Garten abschotten, zum Nachbarn und zum Weg hin ergibt nicht nur keinen Sinn – es ist auch gefährlich für Nützlinge.
    Frösche und Igel haben so wenig Chancen von einem Ort zum anderen zu gelangen. Auf dem Hauptweg habe ich schon häufiger Igel gefunden, die verzweifelt nach einem Eingang in irgendeinen Garten gesucht haben, als ein Hund mit Mensch den Weg entlang kam.  Warum so viele Kleingärtner ihr Grundstück regelrecht abschotten ist mir nicht klar. (Den Tieren noch weniger ;-))
  2. Laub liegen lassen. Klar, auf dem Rasen hinterlässt es hässliche Flecken. Birnenlaub, und Walnuss Laub sollte man besser nicht im Garten kompostieren. Aber – eine kleine Ecke im Garten kann jeder entbehren, hier kann man durchaus Laub der anderen Bäume und Sträucher – sowie Zweige aufschichten.
    So gibt man nicht nur den stacheligen Gesellen eine Möglichkeit sich ein Winterquartier einzurichten.
  3. Igel sollten ca. 500 g auf die Waage bringen um den kräftezehrenden Winterschlaf zu überleben. Besonders die Kinder aus dem zweiten Wurf des Jahres bringen oft viel weniger auf die Waage.
    Findet man so ein kleines Kerlchen kann man durchaus helfend eingreifen. In den Schaukästen hängen Adressen von Igelstationen in der Nähe. Wer mag, kann sich auch an mich wenden. Bitte KEINE MILCH FÜTTERN!!!!!  Katzenfutter, Avocado oder Rührei ohne Gewürze kann man den kleinen Schnecken-Vertilgern hinstellen. Bitte unter Aufsicht. Einfach hinstellen heißt Ratten und Krähen anziehen – damit ist niemanden geholfen….
  4. Igel sind und bleiben Wildtiere, man kann sie unterstützen bei der Winterschlafplatzsuche und/oder bei der Vorbereitung auf den Winterschlaf, aber man kann sie nicht zähmen oder willkürlich einfangen. Viel besser ist es den Garten Igelfreundlich zu gestalten.
    5. KEINE GIFTE!!! Das gilt grundsätzlich. Rattengift, Mäusegift, etc. wirkt immer auf die ganze Umwelt. Wer tatsächlich glaubt, dass Gift nur gegen eine spezielle Spezies wirkt, sollte sich fragen warum auf jeder dieser Packungen steht “…von Kindern fernhalten.”

Die Natur kennt viele Nützlinge und Schädlinge. Eine vergiftete Maus löst im Magen eines Falken sicherlich mehr aus als ein wohliges, sattes Gefühl. Wer Wert auf klinisch reine Äpfel ohne Würmer und einen pikobello Garten ohne auch nur eine Maus legt, ist hier fehl am Platz.

Anbei ein Bild von Herrmann, unserem Kolonieigel, der im Übrigen in mindestens zehn verschiedenen Gärten herumstreift.

Anne-Marie Braun
1. Vorsitzende